Tipps eines Nail-Meisters
Frank Schäberle, der zurzeit amtierende Deutsche Meister im Naildesign, weiß, worüber er spricht. Er lebt nicht nur seinen Beruf, er zelebriert ihn auch. Jahr für Jahr hat er in seine Laufbahn investiert. Seit über 15 Jahren ist er Inhaber eines edlen Nagelstudios in Stuttgart. Und da ihm insbesondere die qualifizierte Ausbildung am Herzen liegt, bewegt er sich auf diesem Terrain ebenso sicher.
Wie sollte sich ein Kunde beim ersten Besuch eines Studios grundsätzlich verhalten, um anschließend nicht enttäuscht zu sein?
Gerade wenn es sich um einen Neukunden handelt, sollte er sich das komplette Leistungsspektrum anschauen oder danach fragen. Eine Top-Designerin wird alle Möglichkeiten der Nagelverschönerung anbieten, wie beispielsweise die Maniküre, die Naturnagelpflege, die Verstärkung und Verlängerung von Nägeln, die Technik des dauerhaften Nagellacks und natürliche auch die unterschiedlichen Nagelmodellage-Systeme. Gerade das individuell aufgestellte Paket ist wichtig und lässt erkennen, ob sie es mit einer versierten Fachfrau zu tun hat.
Haben Sie diesbezüglich auch einen Tipp parat?
Ja, den habe ich. Um ganz sicher zu gehen, ob der Kunde die richtige Wahl getroffen hat, sollte er die Naildesignerin nach einer Probebehandlung fragen. Die ist absolut üblich und wird an einem Nagel durchgeführt. So sieht man genau die Art und Weise der praktischen Arbeit, kann die angewendeten Produkte kennen lernen und vor allem eine perfekte Beratung erhalten. Eine Top-Naildesignerin weiß über ihre Produkte Bescheid und kann die Kundin über alle Inhaltsstoffe und Wirkweisen aufklären, aber auch über die weiterführende Pflege at-home. Sie wird auch die Fairness haben, eventuelle Wünsche – natürlich begründet – abzulehnen. Damit möchte ich sagen, sie wird nicht um jeden Preis eine Behandlung verkaufen.
Man sagt doch, Qualität hat ihren Preis. Doch wie erkennt ein Kunde, ob er Qualität geboten bekommt?
Das lässt sich beispielsweise schon am Preis erkennen. Generell können für „neue Nägel“ zwischen 60 bis 100 Euro, für die Nacharbeit zwischen 40 bis 70 Euro berechnet werden. Dumpingpreise lassen eher auf billige Importware schließen. Dabei ist es gerade in diesem Beruf so wichtig, Qualitätsprodukte anzuwenden. Und darüber hinaus, das ist auch meine Überzeugung, bin ich als Profi-Naildesigner verpflichtet, meinen Kunden 100 Prozent Qualität zu bieten. Schade ist nur, dass es in jedem Berufszweig auch schwarze Schafe gibt.
Weitere Insider-News verrät der Profi in der uptodaete! Ausgabe 03/12.
