Laser contra Aging
Der Laser kommt heute nicht nur in der Medizin zum Einsatz, sondern auch bei kosmetischen Hautproblemen, wie auch Pigmentstörungen, Tätowierungen oder Sommersprossen. Wir stellen die Behandlungs-Methode mit dem Dioden- sowie dem Farbstofflaser vor, die für unterschiedliche Hautsituationen eingesetzt werden können.
Welche Erfolge sind zu erwarten?
Beide Laser arbeiten dank der neuesten Technik äußerst schonend. Die Haut wird durch die reorganisieren Kollagenfasern nach und nach straffer. Je nach Region können sich die Fältchen um 20 bis 50% bessern.
Dazu sind wenigstens sechs Behandlungen je Laser im Abstand von ein bis zwei Wochen notwendig. Häufigere Behandlungen können in einigen Fällen den Effekt noch verbessern.
Die Behandlung kann in der Mittagspause durchgeführt werden, weil die Haut normalerweise hinterher kaum gerötet ist. Diese Tatsache führte in den USA zu der Bezeichnung „Lunchtime-Laser“.
Was ist unbedingt zu beachtet?
Wie bei jeder Behandlung können in seltenen Fällen unerwünschte Wirkungen auftreten, die der behandelnde Arzt vorher im Einzelnen mit dem Patienten bespricht.
Das Laserlicht wird auch von dem braunen Pigment der Haut aufgefangen. Wenn die zu behandelnde Haut gebräunt ist, wird Pigment zerstört, so dass kleine helle Flecken bestehen bleiben können. Die Haut darf also bei der Behandlung nicht gebräunt sein. Zwei Wochen vor und mindestens sechs Wochen nach der Behandlung ist direkte Sonne oder der regelmäßige Besuch eines Solariums ausgeschlossen.
Falls nach der Behandlung wesentliche Schmerzen, Entzündungen oder Blasenbildung auftreten, sollte so bald wie möglich der Arzt aufgesucht oder zumindest telefonisch benachrichtigt werden.
Wie sieht es mit der Hautpflege danach aus?
Nach ein bis zwei Wochen hat sich zwar die Haut nach einer Laserbehandlung regeneriert, doch ist sie noch für mehrere Wochen sehr empfindlich. Grundsätzlich können die gleichen Präparate wie vor der Behandlung verwendet und durch weitere regenerationsunterstützende Vitamine wie Vitamin A ergänzt werden. Diese helfen, Narbenbildungen weitgehend zu unterbinden. Soweit starke Hautrötungen, gegebenenfalls sogar offene Stellen vorliegen oder Flüssigkeit abgesondert wird, stehen primär ärztlich verordnete Antiseptika im Vordergrund, die bakterielle Infektionen verhindern. Erst dann kann man mit wirkstoffhaltigen kosmetischen Produkten beginnen. Später, wenn die behandelten Stellen trocken sind, folgen fetthaltige Präparate. Dabei ist vor allem auf einen hohen Lichtschutzfaktor zu achten, da die geschwächten oder noch fehlenden Hautbarriereschichten keinen Schutz bieten. Zum anderen kann es leicht zu erneuten Hyperpigmentierungen kommen, die zuvor behandelt wurden.
Hautrötungen können im Einzelfall über mehrere Wochen anhalten. Cremes, die bei geröteter Haut verwendet werden, enthalten die Wirkstoffe D-Panthenol und Linolensäure. Schleimbildende Ingredienzien auf Basis von Polysacchariden (Hyaluronsäure, Aloe vera, Alginate, Xanthan) können hilfreich sein, da sie die häufig nach Laser-Anwendungen anzutreffende trockene Haut durch einen flexiblen Oberflächenfilm verhindern. Gele auf dieser Basis haben zudem eine kühlende Wirkung und sie unterdrücken weitgehend einen Juckreiz. Hinsichtlich eines stärkeren Juckreizes haben sich Harnstoff in niedriger Dosierung und harnstoffhaltige Puder bewährt.
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