ABKÜHLUNG GEFÄLLIG? Warum After-Sun-Pflege so wichtig ist...
Ob kühlende Gele oder erfrischend Fluids. Sie gehören in das Urlaubsgepäck. Die richtige Pflege nach dem Sonnenbaden hat Gründe. Sie soll die Haut kühlen, beruhigen, die Hautzellen schützen und das Erbgut reparieren.
Die Sonne zaubert nicht nur einen bronzefarbenen Traumteint, sondern stresst Haut und Haare enorm. Deshalb lautet die Zauberformel für alle, die ihr Sonnenbad mit heiler Haut überstehen wollen: cremen, cremen und nochmals cremen. Und zwar vor, während und auch nach dem Sonnen. After-Sun Präparate kühlen sonnenstrapazierte Haut, versorgen sie mit Feuchtigkeit und können darüber hinaus Hautschäden lindern. Damit die Haut überhaupt wieder in der Lage ist, die Pflege danach aufzunehmen, mit einem milden Duschbad Sand, Salzwasser, Chlor, Schweiß und Reste des Sonnenschutzmittels entfernen. Nicht die Haut trocken rubbeln, sondern mit einem weichen Handtuch behutsam abtupfen. Warum? Weil die Haut nach dem Sonnen bereits leicht gereizt ist. Deshalb gilt auch: Finger weg von Peelings, Bürsten und harten Handtüchern.
After-Sun Produkte haben nun die Aufgabe, die irritierten Hautzellen zu beruhigen. Die Nase vorne haben dabei die Naturstoffe. Viele pflanzliche Extrakte eignen sich hervorragend, leichte Entzündungen zu hemmen und Wundheilungsprozesse anzuregen. Wenn die Haut mit Rötungen und Schmerzen auf zu viel Sonne reagiert, bringen beruhigende Substanzen Linderung. Spezielle Zusätze wie das Provitamin Panthenol, auch Dexpanthenol genannt, erhöht die Zellteilungsrate in der Haut und verbessert so deren Regeneration nach Schäden. Allantoin, Aloe Vera, das aus Rübensaft gewonnene Dextransulfat, mineralstoffreiches Thermalwasser sowie Antireizstoffe wie, z.B. Azulen und Bisabolol aus der Kamille wirken beruhigend. Alle After-Sun Produkte enthalten einen höheren Wasseranteil, weshalb sie überwiegend als Öl-in-Wasser-Emulsion angeboten werden. Dies hat den Vorteil, dass sie sich durch einen hohen Feuchtigkeitsgehalt auszeichnen. Durch die Verdunstungskälte wirken sie kurzfristig kühlend und entspannend. Gleichzeitig schützen die darin enthaltenen Feuchtigkeitsfaktoren die Haut zusätzlich vor dem Austrocknen.
So wie die Produkte eine kühlende und eine beruhigende Wirkung haben, sind sie auch in der Pflicht, die Hautzellen zu schützen. Während des Sonnenbades sind Antioxidanzien, zellschützende Substanzen wie die Vitamine A und E besonders gefragt. Sie fangen freie Radikale ab, die unter Sonneneinstrahlung in der Haut entstehen. Untersuchungen zeigen, dass nach dem Sonnen der körpereigne Anteil von Vitamin A und E niedrig sind. After-Sun Lotionen können diese wichtigen Reparatur-Vitamine wieder von außen zuführen. Als Antioxidanzien wirken auch pflanzliche Inhaltsstoffe wie Alpha-Glucosyl-Rutin, ein Derivat des natürlichen Flavonoids Rutin, das aus dem Pagodenbaum gewonnen wird, sowie Kurkuminoide aus der Gelbwurz.
Doch wer stundenlang in der Sonne brutzelt, schädigt nachhaltig die Hautzellen. Kaum zu glauben, doch bereits nach einer 20-minütigen UV-Bestrahlung entstehen bereits Schäden an der Erbsubstanz (DNA) der Hautzellen. Zwar kann das körpereigene Reparatursystem solche Defekte kitten, indem es geschädigte DNA-Abschnitte korrigiert. Jedoch ist das Reparaturvermögen begrenzt. Wissenschaftler haben ein Enzym entdeckt, das sogar kleine Sonnenschäden der Haut regenerieren hilft, wenn es während und unmittelbar nach dem Sonnenbaden aufgetragen wird. Das Enzym Photolyase, mit dem sich Blaualgen vor Sonnenschäden schützen, kann den hauteigenen Reparaturmechanismus unterstützen.
