Dank Lippen-Fäden ein perfekter Kussmund?

Dank Lippen-Fäden ein perfekter Kussmund?

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Geschickt eingefädelt?

Der Schmollmund gilt seit jeher als weibliches Schönheitsideal. Vielleicht deshalb, weil ihren „Besitzerinnen“ besonders viel Sinnlichkeit und Sexappeal zugeschrieben wird und dies macht – bekanntermaßen – attraktiv für das andere Geschlecht. Im Bereich der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie kommen immer wieder neue Methoden auf den Markt, die den perfekten Kussmund versprechen. So auch ein Verfahren, welches den Lippen mithilfe von resorbierbaren Fäden mehr Volumen geben soll – aber handelt es sich hier wirklich um ein sinnvolles und innovatives Verfahren?

Ein sinnvolles und innovatives Verfahren?

Nein, erklärt Prof. Dr. Dr. med. Werner Mang, Chefarzt der Bodenseeklinik und Präsident der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin (IGÄM e.V.): „Die Verwendung von Lippen-Fäden ist absolut nicht neu – ich habe bereits vor einigen Jahrzenten mit Permanentfäden gearbeitet, mich dann aber – aufgrund schlechter Erfahrungen – gegen die Anwendung entschieden. Der Nachteil ist nicht nur, dass die Lippe verhärtet und sich entzündet, sondern auch, dass es unnatürlich aussieht. Neuer auf dem Markt sind resorbierbare Fäden, in denen ich ebenfalls keinen Vorteil gegenüber der Injektionstherapie sehe. Die Nummer eins für Lippenvergrößerungen ist momentan Hyaluronsäure“.

Fremdkörper soll die Kollagenproduktion anregen

Bei der Behandlung mit resorbierbaren Fäden wird ein kleines Loch in die Mundwinkel gestochen und anschließend ein ultrafeiner Faden – vom Mundwinkel bis zum Amorbogen – eingesetzt. Durch den eingesetzten Fremdkörper soll die Kollagenproduktion des Körpers angeregt werden.

Photo by ian dooley on Unsplash