Schlaffe Haut adé

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Straffungen bringen Gewebe in Form zurück

Unsere Haut vollbringt bei allen Veränderungen des Körpers enorme Leistungen: Starke Gewichtsschwankungen oder auch Schwangerschaften fordern flexible Anpassungen unseres größten Organs. Doch nicht immer bildet es sich nach erfolgreichen Diäten oder Geburten wie gewünscht zurück. „In einigen Fällen bleibt das Gewebe gedehnt und es entstehen Hautfalten“, erklärt Dr. Joachim Graf von Finckenstein, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Leiter der Clinic im Centrum München/Starnberg. „Bildlich gesprochen verhält sich die Haut wie ein Ballon, der an Luft verloren hat.“ Bei Bedarf beseitigen gezielte Hautstraffungen von der Oberarmplastik bis hin zu einem Bodylifting die Problemzonen.

Zurechtgerückt

Zu den am häufigsten betroffenen Bereichen von erschlafftem Gewebe zählen Rumpf und Oberschenkel. Am Bauch zeigt sich die sogenannte Fettschürze – oft Folge von Schwangerschaften, manchmal aber auch von Fettleibigkeit. Für eine ausgewogene Silhouette werden überschüssige Haut- und Fettareale entfernt und das übrig gebliebene Gewebe wird wieder schlanker gestrafft. Mithilfe einer Bauchdeckenstraffung formen Ärzte den Unterbauch glatt. Ein Bodylifting kommt dann infrage, wenn nicht nur der Bauch, sondern auch die Oberschenkel außen, Gesäß und Rücken an Form verloren haben. Abhängig von der vorausgegangenen Gewichtsreduktion, entfernt der Spezialist dann einen bis zu 17 Zentimeter breiten Hautfettstreifen. „Die anschließende Straffung können sich Patienten am besten wie bei Kleidungsstücken vorstellen“, beschreibt Dr. von Finckenstein das Vorgehen. „An Oberschenkeln und Gesäß ziehen wir die abwärts gerutschte Hose nach oben wieder faltenfrei. Und an Bauch und Rücken glätten wir das gekräuselte Hemd nach unten und fixieren es unter dem Gürtel.“ Auch andere „hängende“ Körperpartien wie Arme, innere Oberschenkel bis zu den Knien, Brüste, sowie Kinn und Hals lassen sich durch ähnliches Vorgehen straffen.

Gut versteckt

Vor jeder Straffungsoperation sollten sich darunterliegende Strukturen so weit wie möglich zurückgebildet haben. „Wer beispielsweise noch einige Kilo abnehmen möchte, wartet mit dem Eingriff besser bis zum geplanten Gewicht“, betont Dr. von Finckenstein. Nur so lassen sich überflüssige Eingriffe vermeiden und optimale Ergebnisse gewährleisten. Patienten müssen wissen, dass jede Straffung eine Narbe hinterlässt. „Bei der Operation achten wir daher darauf, Schnitte in versteckten Regionen oder in den Grenzen ‚ästhetischer Einheiten‘ zu setzen, zum Beispiel beim Bodylifting wie einen Gürtel oberhalb des Schamdreiecks entlang der Bauchfalte“, ergänzt der Experte. Nach dem Eingriff benötigt der Körper circa drei Wochen, um sich zu regenerieren. Nach drei Monaten haben sich Schwellungen und Verhärtungen vollständig zurückgebildet. Damit die behandelten Areale gut abheilen, sollten Patienten sich in diesem Zeitraum zwar schonen, jedoch können sie nach drei Wochen Bewegung und Sport bis zur Belastbarkeitsgrenze zunehmend steigern.

 

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